Heute schon relaxt?

Meditation KrebsBewusste Entspannung unterstützt die Krebstherapie

Sich während einer Krebstherapie bewusst und regelmäßig zu entspannen ist nicht nur wichtig, um mit dem Therapie- und Krankheitsstress besser umzugehen. Es kann auch direkt den Behandlungserfolg erhöhen.

Sich zu entspannen kann bei einer Krankheit wie Krebs ganz schön schwer fallen. Doch es lohnt sich aktiv an der inneren Ruhe zu arbeiten, denn Stress hemmt die Wirkung der Krebstherapie, wie Forscher der University of Brighton mit ihrer Forschung bestätigen.1

Viele Krebstherapien, insbesondere die Chemo- und Strahlentherapie, wirken nur auf sich teilende Krebszellen. Stress kann die Krebszellen jedoch in einen Ruhezustand versetzen und so unangreifbar für die Therapie machen. Wie die Forscher erklären, fördern Stresshormone wie Cortisol die Bildung von Radikalen, die die DNA schädigen könne. Um solche Erbgutschäden zu reparieren, stoppt die Krebszelle ihre weitere Teilung und versetzt sich für die Dauer der Reparatur in einen Ruhezustand. Hierdurch erhöht sich die Gefahr, dass einzelne Krebszellen den Chemomedikamenten oder der Bestrahlung entgehen und sich später zu neuen Krebsherden entwickeln können.

Eine frühzeitige Bekämpfung von Stress – egal ob mit der Krankheit verbundenen oder aus anderen Gründen – kann damit erfolgsentscheidend sein. Welche Maßnahmen dazu ergriffen werden, ist eine Typfrage: Dem einen hilft Yoga oder Meditation, der andere entspannt am besten bei ausgedehnten Spaziergängen, beim Malen oder beim Lesen guter Bücher. Es kann auch hilfreich sein, spezielle Kurse zur Stressbewältigung zu nutzen oder Angebote wie gemeinsames Musizieren oder kreatives Schreiben zu nutzen. Einige Krebszentren bieten hierfür auch eigene Programme an. In schweren Fällen sollte sich nicht gescheut werden, den Arzt nach medikamentösen Möglichkeiten zu befragen.


Quellen

  1. Flaherty RL et al. (2017): Glucocorticoids induce production of reactive oxygen species/reactive nitrogen species and DNA damage through an iNOS mediated pathway in breast cancer. Breast Cancer Res; 19(1):35
    [Link zum Artikel].